Wer eine allgemeinbildende Schule oder eine berufliche Ausbildung mit guten Leistungen absolviert hat, kann am Beruflichen Gymnasium die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erwerben. Damit steht der Weg zu Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland offen. Im Unterschied zum Gymnasium vermittelt das Berufliche Gymnasium zusätzlich berufsbezogene Inhalte der gewählten Fachrichtung.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre unabhängig von der Wahl der Fach- und Spezialisierungsrichtung.

Die Fachrichtungen am BSZ Freital-Dippoldiswalde

  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Technikwissenschaften
    • Maschinenbautechnik
      • Spezialisierungsrichtung Luftfahrttechnik
    • Elektrotechnik
    • Datenverarbeitungstechnik

 


 

Berufliches Gymnasium
Informations- und Kommunikationstechnologie


Seit dem Schuljahr 2001/2002 führt das Berufliche Gymnasium die Fachrichtung Informations- und
Kommunikationstechnologie.


In den Jahrgangsstufen 12 und 13 wählt der Schüler (wie auch im allgemeinbildenden Gymnasium)
Leistungsfächer. Das erste Leistungsfach ist entweder Deutsch, die fortgeführte Fremdsprache
oder Mathematik, während das zweite Leistungsfach in der Informatik (Informationssysteme)
festgelegt ist.

Kurzinformationen zum Inhalt der Ausbildung

•  3-jährige Ausbildung zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur)
•  allgemeinbildende Unterrichtsinhalte
•  besondere berufsbezogene Fächer Informatiksysteme, WEB-Technologie und Informatik
    - jedoch keine Berufsausbildung

Allgemeine Ziele des IGY

• Verbindung allgemeinbildender und berufsspezifischer informationstechnischer Bildung
   in der Sekundarstufe II u.a. durch wissenschaftliche Praktika und fächerverbindenden
   Unterricht in allen Jahrgangsstufen
• Vermittlung typischer Kompetenzen aus den IT-Tätigkeitsfeldern
• Fachübergreifender Einsatz des Unterrichtsmittels Computer

Berufsbezogene Fächer

• Informatiksysteme (Leistungsfach)
• Informationsverarbeitung (Grundkursfach)
• WEB-Technologie (Wahlfach)

Die Schülerinnen und Schüler sollen nach ihrer Ausbildung gesicherte Kenntnisse und Fähigkeiten
in u.a. folgenden Tätigkeitsfeldern besitzen:

• Konfigurieren eines Computers
• Einrichten von Netzen und deren Administration
• Datenbanken planen und einrichten
• Bereitstellung von IT-Systemen
• Entwicklung von Anwender-Software
• Organisation von betrieblichen Informationsprozessen mittels IT-Systemen

Einige ausgewählte Lehrplaninhalte und deren Zuordnung zu den drei
Ausbildungsjahren im Leistungsfach Informatiksysteme

Klasse 11
• Programmierung von Anwendersoftware
• Objektorientierte Programmierung


Jahrgangsstufe 12
• Konfigurieren von Computersystemen
• Betriebssysteme, Rechnerarchitekturen

• Datenbankentwurf und SQL

Programmierung von Anwendersoftware
mit Datenbankanbindung
• Projektierung, Beschaffung, Installation, Wartung von PC-Systemen
• Datenschutz, Datensicherheit


Jahrgangsstufe 13
• Betriebliche Informationssysteme
• Zugang zu lokalen und weltweiten Netzwerken und deren Administration
• systematische Informationsbeschaffung in Netzwerken

 


 

Berufliches Gymnasium
Technikwissenschaften

Seit dem 01.09.1991 führt das Berufliche Gymnasium die Fachrichtung Technikwissenschaften.

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 wählt der Schüler (wie auch im allgemeinbildenden
Gymnasium) Leistungsfächer. Das erste Leistungsfach ist entweder Deutsch, die fortgeführte
Fremdsprache oder Mathematik, während das zweite Leistungsfach in der Technikwissenschaft
(Schwerpunkte Maschinenbautechnik, Elektrotechnik oder Datenverarbeitungstechnik) festgelegt
ist.

Kurzinformationen zum Inhalt der Ausbildung

•  3-jährige Ausbildung zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur)
•  allgemeinbildende Unterrichtsinhalte
•  besondere berufsbezogene Fächer Maschinenbautechnik, Datenverarbeitungstechnik, Elektrotechnik
   aber keine Berufsausbildung

 

Allgemeine Ziele des TGY

• Verbindung allgemeinbildender und berufsspezifischer informationstechnischer Bildung
   in der Sekundarstufe II u.a. durch wissenschaftliche Praktika und fächerverbindenden
   Unterricht in allen Jahrgangsstufen
• Vermittlung typischer Kompetenzen aus den Technikwissenschaften
• Verflechtung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer mit den berufsbezogenen Fächern

Berufsbezogene Fächer

• Maschinenbautechnik, Elektrotechnik oder Datenverarbeitungstechnik (Leistungsfach)
• Informatik (Grundkursfach)
• Technik Ergänzung (Wahlfach)

Die Schülerinnen und Schüler sollen nach ihrer Ausbildung gesicherte Kenntnisse und Fähigkeiten
in u.a. folgenden Tätigkeitsfeldern besitzen:

• Analyse des Aufbaus und der Funktion von technischen Systemen
• Anwendung typischer Verfahren der Darstellung und Lösung technischer Probleme
• Umgang mit Fachtexten, Tabellen und graphischen Darstellungen
• Umgang mit technischen Vorschriften, Geräten und Modellen
• Aufbau und Arbeitsweise von Datenverarbeitungsanlagen
• Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechniken

 

Einige ausgewählte Lehrplaninhalte und deren Zuordnung zu den drei
Ausbildungsjahren im Leistungsfach Informatiksysteme

Klasse 11
• Grundlagen technischer Systeme (Maschinenbautechnik, Elektrotechnik, Automatisierungstechnik)
• Darstellung technischer Systeme


Jahrgangsstufe 12
• Schwerpunkt Maschinenbautechnik: Werkstofftechnik - Statik - Maschinenelemente - Festigkeitslehre - Konstruktionstechnik
• Schwerpunkt Elektrotechnik: Gleich- und Wechselstromkreis - Halbleiterbauelemente - Digitaltechnik
• Schwerpunkt Datenverarbeitungstechnik: Digitaltechnik - Mikrocomputertechnik - Betriebssysteme - Rechnernetze


Jahrgangsstufe 13
• Steuerungstechnik
• Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS)
• Prozesssteuerung einer CNC-Anlage
• Energietechnik


 

 

Berufliches Gymnasium
Spezialisierung Luftfahrttechnik

Seit dem Schuljahr 2010/2011 führt das Berufliche Gymnasium die Fachrichtung Technikwissenschaft mit
der Spezialisierungsrichtung Luftfahrttechnik. 
Die Schüler schließen mit der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur) ab.

In den Jahrgangsstufen 12 und 13 wählt der Schüler (wie auch im allgemeinbildenden Gymnasium) Leistungsfächer.
Das erste Leistungsfach ist entweder Deutsch, die fortgeführte Fremdsprache oder Mathematik,
während das zweite Leistungsfach in der Technikwissenschaft mit dem Schwerpunkte Maschinenbautechnik
Spezialisierung Luftfahrttechnik festgelegt ist. 

Kurzinformationen zum Inhalt der Ausbildung

•  3-jährige Ausbildung zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur)
•  allgemeinbildende Unterrichtsinhalte
•  besondere berufsbezogene Fächer

Einordnung
Die Luftfahrttechnik ist eine Spezialisierungsrichtung innerhalb des Schwerpunktes Maschinenbautechnik
der Fachrichtung Technikwissenschaft.

Allgemeine Ziele der Spezialisierungsrichtung Luftfahrttechnik

• Schaffung von Voraussetzungen zum Einstieg in Berufe der Luftfahrttechnik wie Verkehrsflugzeugführer
  und Flugdienstberater sowie zum Studium beispielsweise am Institut für Luftfahrt der TU Dresden
• Vermittlung der theoretischen und praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten zum Führen eines Luftfahrzeuges
• Erlangen der Privatpilotenlizenz für Segelflugzeuge (PPL-C)

    Neuer Sponsor für die Ausbildung "Luftfahrttechnik"
am Beruflichen Gymnasium              
 

Berufsbezogene Fächer

• Luftfahrttechnik (integriert im Leistungskursfach Technik - Maschinenbautechnik)
• Aerodynamik (integriert in Physik)
• Menschliches Leistungsvermögen (integriert in Biologie)
• Luftrecht (integriert in Wirtschaftslehre/Recht)
• Verhalten in besonderen Fällen
• Meteorologie
• Navigation

Praktische Ausbildung
Die Schüler erhalten die Möglichkeit zur praktischen Segelflugausbildung. Die Ausbildung
basiert auf den Ausbildungsrichtlinien und den Lehrplänen des Deutschen Aeroclubs zur
Ausbildung als Segelflugzeugführer. Sie wird von einem anerkannten Ausbildungsbetrieb des
Luftsportverbandes Sachsen e.V., z.B. am Flugplatz Pirna-Pratzschwitz absolviert. Voraussetzungen
sind die Mitgliedschaft in dem jeweiligen Luftsportverein sowie die Vorlage eines gültigen
flugmedizinischen Tauglichkeitszeugnisses der Stufe 2.

Prüfungen
Die Prüfungen zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife werden auf der Grundlage der
Schulordnung für Berufliche Gymnasien absolviert. Sie sind somit unberührt von den Erkenntnissen
der praktischen Segelflugausbildung.
Der Erwerb der Segelfluglizenz verlangt das Ablegen von sechs spezifischen Prüfungen. Zu den
praktischen Prüfungen gehören der Alleinflug, der Umstieg auf ein Einsitzerflugzeug und die
Überprüfung der Streckenflugreife. Diese Prüfungen erfolgen auf dem Flugplatz des ausbildenden
Vereins. Eine Prüfung in Theorie wird während der Klassenstufe 11 in der Schule absolviert.
Die Abschlussprüfungen, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, liegen im Zuständigkeitsbereich
der Landesdirektion Dresden. Die theoretischen Prüfungen umfassen die sieben oben
aufgeführten berufsbezogenen Fächer.

Berufliches Schulzentrum "Otto Lilienthal"
Freital-Dippoldiswalde
Otto-Dix-Str. 2,  D-01705 Freital

Tel.: +49 351 649630,  Fax: +49 351 6496399
E-Mail: kontakt(at)bsz-freital-dippoldiswalde.de

Außenstellen

Weißeritzstr. 11
01744 Dippoldiswalde

 

Weißeritzstr. 4
01744 Dippoldiswalde

Tel.: +49 3504 6258589 

Altenberger Str. 31
01768 Glashütte

Tel.: +49 35053 47356